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 Benthullen

Museum

 Benthullen

Die Geschichte des Museums

Als im Mai 1956 der Landwirt Egon Berg mit seiner Familie das neu gebaute Siedlerhaus in Benthullen bezog, ahnte noch niemand, dass einmal ein Museum Zuhause sein würde, dass weit über die Grenzen des Oldenburger Landes bekannt sein sollte. Dieser Schritt bedeutete für de Familie Berg, wie für viele andere Familien auch, ein Neubeginn im Moor. Das Land wurde vom Siedlungsamt zugewiesen. Damit es bewirtschaftet werden konnte, musste es erst abgetorft und übersandet werden. Erst nach mühevoller Arbeit wurde aus dem zuvor nicht bewirtschafteten Land ein fruchtbarer Ackerboden. Bis 1991 wurde auf dem Hof Landwirtschaft betrieben.

Als dann 1984 in Benthullen als drittjüngster Ortschaft in der Gemeinde Wardenburg die Vorbereitungen für das 50 jährige Jubiläum begannen, begann man auch, alle möglichen Dinge des täglichen Lebens im Moor zusammengetragen - von der Postkarte bis hin zum landwirtschaftlichen Grossgerät. Daraus wurde zunächst ein provisorisches Museum, doch dabei sollte es nicht bleiben.

Nach der Aufgabe der Landwirtschaft begann die Familie Berg die alten Gebäude zu restaurieren, die Maschinen und Wagen zu überholen und den ehemaligen Heuboden aufzuräumen. So entstand ein kleines "Privatmuseum". Ein Teil der Räumlichkeiten wurden vermietet. Darin wurden Möbel, Schallplatten und Rundfunkgeräte aus den 50er Jahren ausgestellt.

Am 2. März 1997 trafen sich 13 Dorfbewohner. Hierbei erinnerte man sich an die Räumlichkeiten auf dem Berg-Hof. Gerhard Geisler, der 1. Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins Benthullen-Harbern erinnert sich noch gut daran: "Nachdem sie alle ihre Dachböden, Garagen und Keller entrümpelt hatten, meldeten sich viele Mitbürger aus der näheren Umgebung, um die gefundenen kleineren und größeren Schätze aus früheren Zeiten zu spenden." Nun galt es die schönsten Gegenstände herauszusuchen und einige davon wieder funktionstüchtig zu machen. Dabei halfen die Hände vieler freiwilliger, tatkräftiger und fleißiger Mitbürger.

Ausserdem galt es noch einen Schuppen zu bauen, worin die landwirtschaftlichen Grossgeräte und Kutschen untergebracht werden konnten. Am September 1997 öffnete dann das neu gegründete “Moor- und Bauernmuseum” mit einem “Aktionstag” das erste Mal seine Türen und präsentierte den zahlreichen Besuchern eine gelungene Ausstellung, in der drei bisher vorhandene Sammlungen zusammengeführt worden sind. Seitdem machten großzügige Geld- und Sachspenden eine ständige Erweiterung des Museums möglich.

Höhepunkte der jährlichen Museumsaktivitäten sind der “Pfingstspaß im Moor” jeweils am Pfingstsonntag sowie das “Back- und Boßelfest” mit dem “Oldtimer Kaffeeklatsch” im Oktober.

Am 7. Oktober 2008 verunglückte Arwit Berg auf seinem Hofgelände bei der Arbeit mit Trecker und Anhänger tödlich. Er hatte noch viele Ideen und Wünsche, wie er sein Lebenswerk vervollständigen könnte. Mit ihm hat das “Moor- und Bauernmuseum” einen großen Förderer verloren, der seine ganze Kraft in das Museum gesteckt hat. Heute wird das Museum vom Bürger- und Heimatverein weitergeführt.

Ein Besuch im “Moor- und Bauernmuseum” lohnt sich auf jeden Fall.

Ein paar Kostproben gefällig?

Wo liegt das das “Moor- und Bauernmuseum?”

 Hof Berg, Zu den Birken 15
ab Böseler Straße
26203 Benthullen 
in der Gemeinde Wardenburg, Landkreis Oldenburg

Wie kommt man dahin?
Benthullen liegt ca. 15 km von Oldenburg entfernt. Von Oldenburg fährt man in Richtung Wardenburg bis zur Ortschaft  Tungeln, hier  rechts in die  Oberlether Straße in Richtung Friesoythe, nach den Ortschaften Oberlethe und Achternholt erreicht man nach ca. 8 km Benthullen. Auf Hinweisschilder "Moor- und Bauernmuseum" achten.

Wann kann man das Museum besichtigen? 
Jederzeit! Nach Vereinbarung! 
Kontakt: 1. Vorsitzender Gerhard Geisler, Tel. 04407/ 8302

Was kostet der Eintritt?

Kinder bis 10 Jahre (frei)

Erwachsene

Kinder ab 10 Jahre

Schulklassen / Gruppen ab 10 Personen

und Museumsführung nach Absprache

bitte beim Vorsitzenden erfragen

 

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